Die Kärntner Urforelle

120000 Jahre deckte die Eiszeit Europa und unsere Alpenheimat zu. Dann begann sie sich zurück zu ziehen und seit ungefähr 10000 Jahren bestehen die derzeitigen klimatischen Verhältnisse.

Und unsere heutige Natur konnte sich wieder voll entfalten. Wieder konnten die verschiedensten Lebewesen und Pflanzen Erde und Wasser besiedeln. Luft und Sonne gaben ihnen die Kraft zum gesicherten sich entwickeln, Leben und Überleben. Und auch unsere Bachforellen konnten sich bis in die quellnahen Bächlein ausbreiten und so eine sichere Lebensgrundlage finden.

Sie entwickelten dabei in ihrer Anpassung an die jeweiligen Umweltbedingungen eigene Gene, die sie stark und widerstandsfähig werden ließen und so gesunde Stämme bildeten. So lebten sie urig, bodenständig und allen Gefahren trotzend und würden es heute noch, wenn nicht der Mensch in seiner Unbedachtheit störend in den Ablauf der Natur eingegriffen hätte!

Aber dazu eine kurze, fischereifachliche Aufklärung:

Bachforellen sind in Europa weit verbreitet, aber auch in Afrika und Asien. In Europa unterscheiden wir im wesentlichen vier in ihren Genen doch sehr von einander abweichende Stämme, je nach dem, in welches Meer ihre Lebensgewässer abfließen beziehungsweise münden:

der atlantische Typ: in Gewässern, die in den Atlantik münden;

  • der Mittelmeer Typ: die Bäche und Flüsse münden dort;
  • der adriatische Typ: münden in die Adria (Marmorata der Soca!)
  • der donaustämmige Typ: fließen in Donau und schwarzes Meer, in Kärnten über die Drau.

Ausnahmen in Österreich:

  • Vorarlberg; über den Rhein in den Atlantik,
  • Oberösterreich: zwei kleine Grenzbäche fließen über die die Elbe in den Atlantik.

Hier erlaube ich mir, eine – wenn, wohl äußerst seltene – Frage aus meinen Überlegungen anzuführen, die keineswegs ihre Richtigkeit haben muss: Rhein – Main – Donaukanal: wäre hier eine Einwanderung möglich? Angeblich sollen schon vereinzelt Aale in der Donau vorgekommen sein? Jeder Stamm ist also seinem Gewässer voll angepasst. Doch diesen so wertvollen Zustand störte der Mensch in seiner Unvernunft, in dem er in seiner Gewinnsucht durch Überfischung die Stämme verminderte und zum Nachbesatz auf Gen – fremde, aber wirtschaftlich eben günstigere Züchtungen zurückgriff.

So wurden vorwiegend dänische, also atlantisch stämmige Fische besetzt, die unseren Gewässerbedingungen nur vermindert gewachsen waren.

Nur zum Verständnis: der höchste Berg Dänemarks ist nur 170 Meter hoch, die dortigen Forellen leben von Meeres – bis knapp 150 Meter Seehöhe unter wesentlich anderen biologischen Bedingungen. Sie sind daher unseren klimatischen Anforderungen von über 400 Meter Seehöhe bis an die Baumgrenzen wohl nur schlecht gewachsen. Und die Aussagen unseres erfahrenen Landesfischereiinspektors Dipl. Ing. Dr. Wolfgang Honsig – Erlenburg sprechen von 80% Verlust des Besatzes durch solche Fremdforellen, während die einheimischen, bodenständigen, seit Jahrtausenden hier lebenden und angepassten Urforellen bei Besatz einen Ausfall von nur 20% haben.

So kann man sicher sein, dass die selben sich besser schützen können vor Beutegreifern wie Kormoran, Reiher, Gänsesäger und Fischottern so wie gegen Unwetter und Hochwasser. Darüber machten sich seit Jahren echte – und damit meine ich diejenigen die die Natur als GANZES sehen und auch verstehen – Schützer derselben im und um den Nationalpark Hohe Tauern Gedanken, auch bei den Fischen wieder den Urzustand herzustellen.

So ist es das große Verdienst des Obmannes der Sektion Kärnten des österreichischen Naturschutzbundes, Mag. Klaus Kugi, in bisher in vier Bächen in Kärnten die „Urforelle“, wie wir jetzt vereinfacht die autochthone, donaustämmige Bachforelle nennen, zu finden, wobei der wissenschaftliche Beweis der Selben durch die zoologische Fakultät der Universität Graz mittels Analysen, vor allem durch Mitochondrien – und DNS (=DNA) – Bestimmungen gesichert wurde.

Und das größte Vorkommen dieser Art besteht im oberen Görtschitztal, also im Einzugsgebiet der Gurk.

So wurde das „Projekt Urforelle“ gegründet und damit bietet sich in den nächsten Jahren zunehmend die Möglichkeit, nur mehr diesen reinen Stamm in unsere Gewässer einzubringen. Die Züchtung erfolgt unter wissenschaftlicher Obsorge und mit fachlicher Kompetenz und Liebe zur Kreatur durch Dipl. Ing. Markus Payr in seiner Fischzuchtanstalt Gut Hammer in Sirnitz.

Schon wurden erste Besatzmaßnahmen mit Erfolg in einem Bergbächlein oberhalb Eberstein sowie in der Wimitz im Fischereirevier der Stadt St: Veit an der Glan durchgeführt. Und derzeit stehen noch für 2011 gut 20000 Besatzfische zur Verfügung. So kann einerseits dem Fischereigesetz entsprochen werden, nur autochthone Stämme in unsere Gewässer einzubringen und andererseits würde der Vision und dem berechtigtem Wunsch unseres Landesfischereiinspektor Erfüllung zuteil, die Reviere unseres Bezirkes St. Veit an der Glan, also die Gurk mit Metnitz, Olsa und Görtschitz wieder in den ichthyologischen Urzustand zurück zuführen. Und bei nachweislichem Erfolg vielleicht Bezirksgrenzen überschreitend auch die obere Gurk bis zu ihrem Ursprung in dieses Projekt einzubeziehen und damit die Fischereireviere merklich aufzuwerten.

So möge dies allen Fischereiberechtigten, Fischereiausübungsberechtigten, Fischereiaufsichtsorganen und ausübenden Fischern ein Herzensanliegen sein zum Wohle der Natur, zur Verbesserung der Fischbestände und zu unser Aller Freude an der Ausübung des Fischfanges!

Petri Heil


Anschrift des Autors: im April 2011 - Mr. Dr. Georg Rothenpieler
, Kreuzstrasse 2
, A-9330 Althofen

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