Donnerstag, 30 Juli 2020 13:48

Neue Verordnung ermöglicht mehr Fischotter-Jagd

   

  Weil Fischotter den heimischen Fischbestand erheblich schmälern, kann ihre Population künftig stärker verringert werden.

 

 

Seit Jahren schwelt ein Konflikt zwischen Fischern auf der einen und Naturschutz-Organisationen auf der anderen Seite über die Schäden, die in Kärntens Gewässern von Fischottern verursacht werden. Die Fischer klagen, dass die Fischotter den Fischbestand erheblich reduzieren. Die Naturschützer verweisen darauf, dass die Tiere unter Schutz stehen.

Im Mai ist die Kärntner Fischotter-Verordnung ausgelaufen. Sie hat eine "Entnahme" von 43 Tieren pro Jahr zugelassen. Im Zuge der Vorbereitungen auf eine neue Verordnung hat das Land Kärnten Biologen der Universität Graz mit einem Fischotter-Monitoring beuaftragt, dessen Ergebnisse heute in Klagenfurt vorgestellt worden sind.

Fischerei-Referent Martin Gruber (ÖVP) verwies darauf, dass die von den Fischottern angerichteten Schäden vor allem Forellen und Äschen betreffen. Von 2018 bis 2020 seien 130 Schäden gemeldet worden. Die Untersuchungen hätten eine dynamische Ausbreitung der Fischotter-Population ergeben.

Eine neue Fischotter-Verordnung wird demnächst zur Begutachtung versandt. Sie soll noch heuer in Kraft treten. Wichtigste Neuerung: Statt bisher 43 Tiere sollen künftig 51 entnommen werden dürfen. "Alle gängigen Bejagungsformen" werden erlaubt sein. Ob sie den erwarteten Erfolg bringt, also die Reduktion des Fischotter-Bestandes,  werden die beiden nächsten Jahre zeigen. So lange gilt die neue Verordnung.

Bericht: Kleine Zeitung

Mehr in dieser Kategorie: « LFI - Jahresbericht 2019